NFTs – was ist das eigentlich?
NFT ist die Abkürzung für non-fungible Tokens und bezeichnet digitale Sammelobjekte, die auf der Ethereum-Blockchain gespeichert werden. Dabei ist jedes NFT ist einzigartig und kann nicht dupliziert werden. Durch die Verwendung der Blockchain-Technologie sind sie vollständig transparent und sicher. Diese Eigenschaften machen NFTs auch für die Cannabisbranche zunehmend interessant.
Grundsätzlich liegt die Idee hinter dieser Technologie darin, digitalen Inhalten einen realen Wert zu verleihen. Durch die Einbettung von Metadaten in die Blockchain können NFTs verifiziert und authentifiziert werden. Dadurch können Künstler oder Sammler sicher sein, dass sie die einzigen Besitzer eines bestimmten digitalen Objekts sind.
International bekannt wurden NFTs im März 2021. Das renommierte Auktionshaus Christie’s versteigerte erstmals Kryptokunst: Das digitale Kunstverwerk »EVERYDAYS: THE FIRST 5000 DAYS« des Künstlers Beeple wurde für 69,3 Millionen Dollar verkauft, ein Rekordpreis für die Szene. Damit rückte die Technologie erstmals in den Fokus der breiten Öffentlichkeit.
Auch die Cannabisbranche hat angefangen, sich mit NFTs zu beschäftigen. Eine der bekanntesten Organisationen ist der Crypto Cannabis Club. Die Plattform verkauft NFT-Kunst zum Thema Cannabis und unterstützt den Einstieg in das digitale Ökosystem. Darüber hinaus stellte der Club im März 2022 erstmals eine eigene Cannabis-Linie vor, die in ganz Kalifornien über die Lieferplattform CampNova erhältlich ist.
Der Crypto Cannabis Club zeigt, welches Potenzial NFTs in der Cannabisbranche haben. Denn neben dem rein digitalen Kunstmarkt bietet die Kryptotechnologie eine Vielzahl weiterer Anwendungen.
So hat beispielsweise die US-amerikanische Luxusmarke Green Peakz bereits 2021 eine eigene Cannabisbörse namens Lava Coin auf OpenSea gegründet. OpenSea ist der weltweit erste und größte Web3-Marktplatz für NFTs. Dabei basiert die digitale Cannabissorte von Peakz basiert auf der Blockchain-Technologie, um ihre Authentizität zu gewährleisten, auch wenn das Produkt ausschließlich digital existiert.
Gleichzeitig bieten NFTs eine neue Möglichkeit, Cannabis zu kaufen und zu verkaufen. Ob Pflanzen, Samen oder Endprodukt, in digitaler Form können sie von Nutzern auf jeder Metaverse-Plattform legal erworben werden.
So hat eine Gruppe von Technologieunternehmern die digitale Plattform Bancannabis gegründet, auf der Konsumenten NFTs einer Cannabispflanze erwerben können. Diese NFT-Token reichen von einer Sammlung bis hin zu Produkten und Dienstleistungen, die mit Unternehmen im BCA-Ökosystem getauscht werden können. Zusätzlich ermöglicht die Plattform über Crowdinvesting Gemeinschaftsernten zu unterstützen.
Cannabis in der Kryptowelt – ein Ausblick
Insgesamt besitzen NFTs das Potenzial, den Cannabismarkt auf mehreren Ebenen zu verändern. Vor allem im Bereich der Authentifizierung eröffnen sich neue Möglichkeiten. Da NFTs auf einer Blockchain gespeichert sind, also in einem öffentlichen, unveränderbaren Register, lassen sich Herkunft, Besitzverhältnisse und Transaktionen transparent nachvollziehen. Dies ermöglicht es Käufern und Verkäufern, die Transaktionen von NFTs vertrauensvoll nachzuvollziehen.
Ein konkrete Anwendungsfall sind Analysezertifikate. Diese können mithilfe von NFTs entlang der gesamten Lieferkette abgesichert werden, vom Anbau bis zum Endprodukt. Somit lassen sich relevante Daten fälschungssicher speichern und eindeutig zuordnen. Großhändler und Konsumenten können diese Informationen sicher in ihrer Wallet verwahren.
Gerade in Ländern, in denen Cannabis weiterhin illegal ist, spielt diese Transparenz eine wichtige Rolle. Denn wenn Konsumenten genau nachvollziehen können, woher ein Produkt stammt, steigt das Vertrauen in legale Angebote. Langfristig könnte dies dazu beitragen, den Schwarzmarkt einzudämmen.
Darüber hinaus helfen NFTs dabei, Produktfälschungen vorzubeugen. Während es bislang relativ einfach war, gefälschte Cannabisprodukte in Umlauf zu bringen, erschwert die Blockchain-Technologie solche Manipulationen erheblich. Folglich könnten NFTs in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Produktsicherheit leisten.
Fazit
NFTs sind eine vielversprechende Technologie für die Zukunft der Cannabisbranche. Sie bieten neue Möglichkeiten vom Kauf über den Verkauf von Produkten und können dazu beitragen, die Probleme der Produktfälschungen zu lösen.
In Zukunft werden wir sicher noch mehr von der Kryptotechnologie in der Cannabisindustrie sehen, und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie die Art und Weise, wie wir Cannabis produzieren und konsumieren, nachhaltig verändern werden.
Quellen
- jlk. 11.03.202. Mehr als 69 Millionen Dollar für Beeples Kryptokunst, Spiegel.
- Christies. Beeple (b. 1981). EVERYDAYS: THE FIRST 5000 DAYS.
- Lucas Nestler. 24.09.2022. Hanf x Krypto – Über den Nutzen von NFTs in der Hanfbranche. Hanfmagazin.