Cannabis-Patienten fordern: Medikamenteneinnahme muss ermöglicht werden

29.08.2023
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Reaktion auf den Kabinettsentwurf des Cannabisgesetzes (CanG)

Der Cannamedical Patientenbeirat hat Forderungen an die Bundesregierung formuliert, den Kabinettsentwurf des Cannabisgesetzes (CanG) nachzubessern. Der Beirat wurde 2022 mit dem Ziel gegründet, die Bedürfnisse und Wünsche von Cannabis-Patient:innen besser zu verstehen, ihre Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern und einen Therapieerfolg zu unterstützen. Das Gremium besteht aus 15 Personen mit verschiedenen Krankheitsbildern, die alle mit Medizinalcannabis behandelt werden.

Der kürzlich vorgestellte Entwurf des Gesetzes zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften (Cannabisgesetz – CanG) benachteiligt Patient:innen massiv. Der Cannamedical Patientenbeirat fordert daher:

1. Patient:innen schützen und nicht schlechter stellen

Cannabis-Patient:innen dürfen nicht mit Genuss-Konsument:innen gleichgestellt werden. Chronisch erkrankte Menschen haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und sind eine besonders schützenswerte Bevölkerungsgruppe. Als solche steht ihnen gesellschaftliche Solidarität zu. Belange von Patient:innen sollten ausschließlich innerhalb des Cannabis-als-Medizin-Gesetzes, nicht aber in der Legalisierungsdebatte zu Genussmittel-Cannabis behandelt werden. Im CanG werden Patient:innen mit Genuss-Konsument:innen gleichgestellt.

2. Medikamenteneinnahme ermöglichen: Schutzzonen nicht praktikabel

Cannabis-Patient:innen nehmen mit Medizinalcannabis ein Arzneimittel ein, das sie zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen dringend benötigen. Ein mögliches Verbot, das die Einnahme dieses Medikaments örtlich beschränkt, wie es die Einrichtung sogenannter „Schutzzonen“ vorsieht, existiert für kein anderes Arznei- oder Betäubungsmittel und ist ideologisch geprägt. Keinem Diabetiker wird es verboten, sich eine lebenswichtige Insulinspritze in der Nähe einer Schule zu verabreichen. Besonders kritisch zu beurteilen ist dabei der Aspekt, dass Cannabis im individuellen Fall auch als Notfallmedikament eingesetzt werden kann, insbesondere in der Behandlung von anfallartigen Symptomen. Ein Verbot der Einnahme in bestimmten öffentlichen Bereichen kann somit schwerwiegende negative Auswirkungen auf das Wohlergehen von Patient:innen haben. Eine solche Regelung darf daher nicht zur Umsetzung kommen.

3. Entstigmatisierung vorantreiben: Kinder schützen und Eltern vertrauen

Ein Verbot der Medizinalcannabis-Einnahme in bestimmten Zonen hat den Zweck, Kinder und Jugendliche zu schützen. Das ist ein Ziel, das grundsätzlich selbstverständlich unterstützenswert ist. In der aktuellen Fassung des CanG besteht jedoch die Gefahr für Eltern, dass ihre Medikamenteneinnahme nicht mehr legal möglich sein kann. In den Regelungen wird der Eindruck erweckt, Kinder von Cannabis-Patient:innen müssten vor ihren Eltern geschützt werden. Es handelt sich bei der Cannabis-Einnahme jedoch um eine medizinische Notwendigkeit, nicht um Freizeitkonsum. Repressionen gegenüber Cannabis-Patient:innen und ihren Familien müssen dringend vermieden werden. Cannabis-Patientinnen sind verantwortungsvolle Bürger, die teilweise erst durch ihre Medikation wieder am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsmarkt teilnehmen können, Steuern zahlen und keinem einen Schaden zufügen.

Die Cannamedical Pharma GmbH unterstützt die Forderungen der Mitglieder des Patientenbeirats und setzt sich aktiv für die Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen ein, die Cannabis als Medikament benötigen.

 

Karte von Berlin. In Rot: Die sogenannten Schutzzonen, in denen Cannabiskonsum nicht erlaubt sein soll. In Grün: Restfläche, in denen Cannabiskonsum gestattet sein soll.
Quelle: Darstellung auf Basis der Berliner Morgenpost: https://interaktiv.morgenpost.de/cannabis-legalisierung-kiffen-karte/

 

Über Cannamedical

Die Cannamedical Pharma GmbH ist ein GDP- und GMP-zertifizierter pharmazeutischer Hersteller mit sämtlichen Genehmigungen für den Import, Großhandel und die Freigabe medizinischer Cannabisprodukte auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen fokussiert sich darauf, Menschen mit chronischen Krankheiten durch den Import und die Verarbeitung von Cannabisprodukten in ausschließlich höchster Qualität zu helfen und beliefert rund 3.000 Apotheken und klinische Einrichtungen. Neben der Lieferung hochwertiger medizinischer Cannabisprodukte konzentriert sich Cannamedical darauf, Ärzt:innen, medizinische Fachleute und Apotheker:innen mit wichtigen Informationen zu versorgen. Produktionspartner in der ganzen Welt halten die höchsten pharmazeutischen Qualitätsstandards – die EU-GMP-Richtlinien (European Good Manufacturing Practice) – ein. Als GDP-zertifiziertes (Good Distribution Practice) Unternehmen stellt Cannamedical sicher, dass bei sämtlichen Schritten innerhalb der Lieferkette von Cannamedical auf die guten Vertriebspraktiken geachtet und entsprechende Qualitätsstandards erfüllt werden. Die Cannamedical Pharma GmbH wurde 2016 von David Henn gegründet, hat ihren Hauptsitz in Köln. Seit 2021 ist das Unternehmen Teil der Semdor Pharma Group – eine der führenden Pharmagruppen in Europa, die sich auf Betäubungsmittel und medizinisches Cannabis spezialisiert hat. Weitere Informationen unter www.cannamedical.com

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