Cannabis Arzt: So verschreiben Sie Cannabis auf Rezept







Verfasst von: Janina Horn

Lesezeit: 16 Minuten

Veröffentlicht am: 05.07.2024

Verfasst von: Janina Horn

Lesezeit: 16 Minuten

Veröffentlicht am: 05.07.2024



Was genau macht ein Cannabis Arzt, und wie unterstützt er Patienten auf ihrem Weg zur Linderung?

Ein Cannabis Arzt ist ein speziell ausgebildeter Mediziner, der fundierte Kenntnisse über die therapeutischen Wirkungen von Cannabis besitzt und individuelle Behandlungspläne erstellt.

In diesem Blogartikel erfahren Sie, welche Voraussetzungen Ärzte erfüllen müssen, um medizinisches Cannabis zu verschreiben, und wie die Therapie genau abläuft.


Cannabis Arzt Definition


INHALTSVERZEICHNIS


Was ist ein Cannabis Arzt und wie kann er medizinisches Cannabis auf Rezept verschreiben?

So läuft die Verschreibung von Cannabis auf Rezept ab

Welche Formen von medizinischem Cannabis gibt es?

Diese Wirkstoffe sind in medizinischem Cannabis enthalten

Was sind die potenziellen Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis?

FAQ zum Thema Cannabis Arzt


Was ist ein Cannabis Arzt und wie kann er medizinisches Cannabis auf Rezept verschreiben?


Was ist ein Cannabis Arzt und wie kann er medizinisches Cannabis auf Rezept verschreiben?

Ein Cannabis Arztist ein Mediziner, der sich auf die Verschreibung und Anwendung von medizinischem Cannabis spezialisiert hat. Diese Ärzte verfügen über spezielle Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf die therapeutischen Eigenschaften von Cannabis und seine Anwendung bei verschiedenen medizinischen Bedingungen.

Sie sind befugt, medizinisches Cannabis zu verschreiben und überwachen die Behandlung ihrer Patienten, um sicherzustellen, dass die Therapie sicher und wirksam ist.

Definition von medizinischem Cannabis

Medizinisches Cannabis bezieht sich auf Cannabis und seine Derivate, die zur Behandlung spezifischer medizinischer Bedingungen verwendet werden. Es umfasst verschiedene Produkte wie getrocknete Blüten, Cannabisextrakte, Öle und Kapseln.

Die medizinischen Wirkstoffe in Cannabis sind hauptsächlich die Cannabinoide THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).

THC wirkt psychoaktiv und hat schmerzlindernde, antiemetische und appetitstimulierende Effekte, während CBD entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaften besitzt, ohne psychoaktive Effekte hervorzurufen.

Voraussetzungen für Ärzte zur Verordnung von Cannabis

Ärzte, die in Deutschland medizinisches Cannabis verschreiben möchten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • Approbation und Facharztqualifikation
    Der Arzt muss eine gültige Approbation und in der Regel eine Facharztqualifikation haben. Allgemeinmediziner, Schmerztherapeuten, Neurologen und Onkologen sind häufig die Fachrichtungen, die Cannabis verschreiben.
  • Indikation und Therapieerfolg: Die Verordnung von Cannabis erfolgt nur, wenn andere konventionelle Therapien versagt haben oder aufgrund von Nebenwirkungen nicht verträglich sind. Mögliche Indikationen umfassen chronische Schmerzen, Spastiken bei Multipler Sklerose, Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie sowie Appetitlosigkeit bei AIDS oder Krebs.
  • Antrag bei der Krankenkasse: Oftmals ist vor Beginn der Therapie die Genehmigung durch die Krankenkasse notwendig. Der Arzt muss eine detaillierte Begründung liefern, warum Cannabis verschrieben werden soll und welche bisherigen Therapien nicht erfolgreich waren.
  • Weiterbildung und Kenntnisse: Der Arzt sollte über fundierte Kenntnisse bezüglich der Wirkweise, Dosierung und Nebenwirkungen von Cannabis verfügen. Fortbildungen und Schulungen zum Thema Cannabis als Medizin sind hierbei von Vorteil.
  • Dokumentation und Monitoring: Der Arzt ist verpflichtet, den Therapieverlauf sorgfältig zu dokumentieren und regelmäßig zu überprüfen, ob die Therapie mit Cannabis erfolgreich ist und ob Anpassungen notwendig sind.

Spezialisierte Ärzte für Cannabis-Therapie

Es gibt Ärzte, die sich auf die Cannabis-Therapie spezialisiert haben. Diese Ärzte verfügen über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Behandlung mit medizinischem Cannabis und bieten oft umfassende Beratungs- und Therapiemöglichkeiten an.

  • Schmerztherapeuten
    Diese Ärzte sind auf die Behandlung chronischer Schmerzen spezialisiert und können bei schwer zu behandelnden Schmerzsyndromen Cannabis als Therapieoption in Betracht ziehen.
  • Neurologen: Bei neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Epilepsie, bei denen konventionelle Therapien oft nicht ausreichend sind, können Neurologen medizinisches Cannabis als Behandlungsoption einsetzen.
  • Onkologen: In der Krebstherapie, besonders zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie sowie zur Appetitsteigerung, kann Cannabis eine wertvolle Ergänzung sein.
  • Palliativmediziner: In der Palliativmedizin, die sich um die Linderung schwerer Symptome bei unheilbaren Erkrankungen kümmert, spielt Cannabis eine immer wichtigere Rolle, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
  • Spezialisierte Kliniken und Zentren: Es gibt mittlerweile auch spezialisierte Kliniken und Therapiezentren, die sich auf die Anwendung von medizinischem Cannabis konzentrieren. Diese Einrichtungen bieten oft interdisziplinäre Ansätze und umfassende Betreuung an.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass medizinisches Cannabis eine zunehmend anerkannte Therapieoption darstellt, die bei bestimmten Indikationen von speziell geschulten Ärzten verschrieben werden kann. Die genauen Regularien und Voraussetzungen können je nach Land variieren, doch die Grundprinzipien der Verschreibung und Anwendung bleiben ähnlich.

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Cannabis Arzt

So läuft die Verschreibung von Cannabis auf Rezept ab


Bei der Verschreibung von Cannabis auf Rezept müssen Sie einige Schritte beachten, die dafür sorgen, dass Sie auch mit dem BTM-Gesetz nicht in Konflikt geraten.

Prozess der Verschreibung von Cannabis

Die Verschreibung von medizinischem Cannabis folgt einem strukturierten Prozess, der sicherstellen soll, dass die Therapie medizinisch notwendig und angemessen ist:

  1. Erstgespräch und Anamnese: Der Arzt führt ein ausführliches Erstgespräch und erhebt die Krankengeschichte des Patienten. Es wird überprüft, ob der Patient für eine Cannabistherapie in Frage kommt und ob andere Therapieoptionen ausgeschöpft wurden.
  2. Diagnose und Indikation: Basierend auf der Anamnese und der aktuellen Diagnose stellt der Arzt fest, ob eine medizinische Indikation für die Verschreibung von Cannabis besteht. Zu den möglichen Indikationen gehören chronische Schmerzen, Spastiken bei Multipler Sklerose, Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie sowie Appetitlosigkeit bei AIDS oder Krebs.
  3. Therapieplanung: Der Arzt entwickelt einen individuellen Behandlungsplan, der die Auswahl des geeigneten Cannabisprodukts (z.B. Blüten, Extrakte, Öle) und die Festlegung der Dosierung umfasst. Dabei werden die Bedürfnisse und Bedingungen des Patienten berücksichtigt.
  4. Antrag bei der Krankenkasse: In vielen Fällen muss der Arzt eine Genehmigung der Krankenkasse einholen. Hierzu wird ein Antrag mit einer detaillierten medizinischen Begründung eingereicht, warum eine Cannabistherapie notwendig ist.
  5. Ausstellung des BTM-Rezepts: Sobald die Genehmigung der Krankenkasse vorliegt (sofern erforderlich), stellt der Arzt ein Betäubungsmittelrezept (BTM-Rezept) aus, mit dem der Patient das Cannabis in einer Apotheke beziehen kann.
  6. Beginn der Therapie und Monitoring: Nach der Verschreibung beginnt die Therapie, und der Arzt überwacht den Therapieverlauf regelmäßig. Anpassungen der Dosierung oder des Produkts werden bei Bedarf vorgenommen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Was Sie über das BTM-Rezept wissen sollten

Ein BTM-Rezept ist ein spezielles Rezeptformular, das für die Verschreibung von Betäubungsmitteln, einschließlich medizinischem Cannabis, verwendet wird. Es unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften und enthält mehrere Sicherheitsmerkmale, um Missbrauch und Fälschung zu verhindern:

  • Aufbau und Sicherheitsmerkmale: Ein BTM-Rezept besteht aus drei Teilen (Teil I, Teil II, Teil III), die jeweils spezifischen Zwecken dienen. Es ist mit Sicherheitsmerkmalen wie Wasserzeichen und besonderen Papierqualitäten ausgestattet, um Fälschungen vorzubeugen.
  • Voraussetzungen für die Ausstellung: Nur zugelassene und zur Verschreibung von Betäubungsmitteln berechtigte Ärzte dürfen BTM-Rezepte ausstellen. Der Arzt muss das Rezept vollständig und korrekt ausfüllen, einschließlich Angaben zur Dosierung und Anwendung des Cannabisprodukts.
  • Abgabe in der Apotheke: Der Patient reicht das BTM-Rezept in einer Apotheke ein, die zur Abgabe von Betäubungsmitteln berechtigt ist. Die Apotheke überprüft das Rezept auf Vollständigkeit und Richtigkeit, bevor sie das Cannabisprodukt ausgibt.
  • Aufbewahrung und Dokumentation: Sowohl der Arzt als auch die Apotheke sind verpflichtet, Kopien des BTM-Rezepts aufzubewahren und die Verschreibung und Abgabe von Betäubungsmitteln genau zu dokumentieren. Diese Dokumentationen müssen für eine bestimmte Zeit aufbewahrt und bei Bedarf den Behörden vorgelegt werden.

Verordnung von Cannabis: Was Ärzte beachten müssen

Ärzte, die medizinisches Cannabis verschreiben möchten, müssen eine Reihe von Vorschriften und Leitlinien beachten, um sicherzustellen, dass die Verschreibung rechtmäßig und medizinisch gerechtfertigt ist:

  • Indikation und Notwendigkeit: Der Arzt muss sicherstellen, dass eine medizinische Indikation für die Cannabistherapie besteht und dass andere Therapieoptionen nicht ausreichend wirksam waren oder zu starke Nebenwirkungen hatten.
  • Fortbildung und Kenntnisse: Ärzte sollten über fundierte Kenntnisse zu den therapeutischen Wirkungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Cannabis verfügen. Fortbildungen im Bereich medizinisches Cannabis sind daher sehr zu empfehlen.
  • Dokumentation und Berichtspflicht<>: Der Therapieverlauf muss sorgfältig dokumentiert werden. Der Arzt muss die Wirkung der Therapie, auftretende Nebenwirkungen und mögliche Anpassungen der Dosierung regelmäßig überprüfen und dokumentieren.
  • Aufklärung des Patienten: Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten umfassend über die Therapie aufzuklären. Dies umfasst Informationen über die erwarteten Wirkungen, mögliche Nebenwirkungen und Risiken sowie die richtige Anwendung des Cannabisprodukts.
  • Genehmigung durch die Krankenkasse: In vielen Fällen ist eine Genehmigung der Krankenkasse erforderlich. Der Arzt muss einen ausführlichen Antrag stellen und die medizinische Notwendigkeit der Therapie darlegen.

Durch die Einhaltung dieser Schritte und Vorgaben wird sichergestellt, dass die Verschreibung von medizinischem Cannabis sowohl rechtlich als auch medizinisch fundiert erfolgt und den Patienten bestmöglich unterstützt.


Welche Formen von medizinischem Cannabis gibt es?


Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Arten von medizinischem Cannabis, die auch je nach Konsumform variieren.

Variationen von Cannabis-Produkten

  1. Cannabisblüten: Getrocknete Blüten der Cannabispflanze, die in ihrer natürlichen Form verwendet werden. Sie können inhaliert (z.B. durch Vaporizer) oder in Tees und anderen Zubereitungen verwendet werden.
  2. Cannabisextrakte: Konzentrierte Extrakte aus der Cannabispflanze, die in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich sind, wie Öle, Tinkturen oder Kapseln. Diese Extrakte bieten eine genaue Dosierung und können oral eingenommen oder sublingual (unter der Zunge) verabreicht werden.
  3. Öle und Tinkturen: Flüssige Extrakte, die oral eingenommen oder unter die Zunge getropft werden, z.B. Dronabinol. Sie ermöglichen eine präzise Dosierung und eine schnelle Absorption.
  4. Kapseln und Tabletten: Vorportionierte Dosen, die einfach zu handhaben und diskret einzunehmen sind. Diese Form bietet eine konstante Dosierung und ist besonders für Patienten geeignet, die eine genaue Dosierung benötigen.
  5. Essbare Produkte: Lebensmittel, die mit Cannabisextrakten angereichert sind, wie Kekse, Schokolade oder Gummibärchen. Diese Produkte bieten eine angenehme und einfache Möglichkeit der Einnahme, jedoch ist die Dosierung oft schwieriger zu kontrollieren.
  6. Topische Anwendungen: Cremes, Salben und Balsame, die auf die Haut aufgetragen werden. Diese Produkte sind besonders nützlich für die lokale Schmerzbehandlung oder Hauterkrankungen.

Unterschiede zwischen Cannabisblüten und -extrakten

Darreichungsform und Anwendung:

  • Cannabisblüten: Werden meist inhaliert, entweder durch Rauchen oder Verdampfen. Sie können auch in Tees oder anderen Zubereitungen verwendet werden. Die Inhalation bietet eine schnelle Wirkung, da die Wirkstoffe direkt in den Blutkreislauf gelangen.
  • Cannabisextrakte: Werden in Form von Ölen, Tinkturen, Kapseln oder Tabletten eingenommen. Die orale Einnahme führt zu einer langsameren, aber längeren Wirkung, da die Wirkstoffe durch den Verdauungstrakt aufgenommen werden.

Dosierung und Kontrolle:

  • Cannabisblüten: Die Dosierung ist oft schwieriger zu kontrollieren, da die Wirkstoffkonzentration in den Blüten variieren kann. Patienten müssen oft experimentieren, um die richtige Dosis zu finden.
  • Cannabisextrakte: Bieten eine präzise und konsistente Dosierung, da die Wirkstoffkonzentration standardisiert ist. Dies erleichtert es, die richtige Dosis zu finden und beizubehalten.

Wirkstoffprofil:

  • Cannabisblüten: Enthalten das volle Spektrum an Cannabinoiden und Terpenen der Pflanze, was zu einem „Entourage-Effekt“ führen kann, bei dem die verschiedenen Komponenten synergistisch zusammenwirken.
  • Cannabisextrakte: Können entweder das volle Spektrum (Vollspektrum-Extrakte) oder isolierte Cannabinoide (z.B. reines CBD oder THC) enthalten. Vollspektrum-Extrakte bieten ähnliche Vorteile wie die Blüten, während isolierte Cannabinoide eine gezielte Wirkung ermöglichen.

Lagerung und Haltbarkeit:

  • Cannabisblüten: Müssen richtig gelagert werden, um ihre Potenz zu bewahren. Sie sollten an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahrt werden.
  • Cannabisextrakte: Sind oft stabiler und haben eine längere Haltbarkeit. Sie sind weniger anfällig für Verfall, wenn sie korrekt gelagert werden.

Nebenwirkungen und Verträglichkeit:

  • Cannabisblüten: Die Inhalation kann zu Atemwegsreizungen führen und ist daher nicht für alle Patienten geeignet.
  • Cannabisextrakte: Bieten eine schonendere Einnahme und sind für Patienten mit Atemwegsproblemen besser geeignet. Sie ermöglichen auch eine genauere Kontrolle der Nebenwirkungen durch präzise Dosierung.

Zusammenfassend bieten Cannabisblüten und -extrakte verschiedene Vorteile und Herausforderungen, die je nach individuellem Bedarf und medizinischer Indikation abgewogen werden müssen. Die Wahl der richtigen Form hängt von der gewünschten Wirkung, der bevorzugten Einnahmemethode und der Notwendigkeit einer genauen Dosierung ab.

Möchten Sie mehr über die optimalen Anwendungen und Dosierungen von medizinischem Cannabis erfahren? Unsere Experten-Hotline bei Cannamedical Pharma steht Ihnen zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns jetzt für gezielte Beratung und unterstützen Sie Ihre Patienten mit maßgeschneiderten Therapielösungen.


Diese Wirkstoffe sind in medizinischem Cannabis enthalten


Medizinisches Cannabis enthält eine Vielzahl von Wirkstoffen, von denen die Cannabinoide THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) die bekanntesten und am meisten untersuchten sind. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Cannabinoide und Terpene, die zur therapeutischen Wirkung beitragen können.

THC und CBD in der Cannabis-Therapie

Tetrahydrocannabinol (THC):

  • Wirkung: THC ist das psychoaktive Cannabinoid, das für das „High“ verantwortlich ist, das mit Cannabis assoziiert wird. Es bindet an die CB1-Rezeptoren im Gehirn und Nervensystem und hat analgetische, antiemetische, appetitstimulierende und muskelrelaxierende Eigenschaften.
  • Therapeutische Anwendung: Die Wirkung von THC im Gehirn wird zur Behandlung von chronischen Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen (insbesondere bei Chemotherapie), Appetitlosigkeit (z.B. bei AIDS oder Krebs) und Spastiken bei Multipler Sklerose eingesetzt.
  • Ein guter Strain für Einsteiger mit einem gemäßigten THC-Gehalt ist z.B. Gelato Dream.

Cannabidiol (CBD):

  • Wirkung: CBD ist nicht psychoaktiv und hat entzündungshemmende, krampflösende, anxiolytische (angstlösende) und antipsychotische Eigenschaften. Es moduliert die Wirkung von THC und anderen Cannabinoiden und kann unerwünschte Effekte von THC, wie Angst oder Paranoia, mildern.
  • Therapeutische Anwendung: CBD wird häufig bei Epilepsie (z.B. dem Lennox-Gastaut-Syndrom und Dravet-Syndrom), Angststörungen, chronischen Schmerzen, Entzündungen und psychischen Erkrankungen eingesetzt.

Einfluss von Cannabinoiden auf die Behandlung

Cannabinoide, die aktiven Verbindungen in Cannabis, wirken auf das Endocannabinoid-System des Körpers, das eine Rolle bei der Regulierung von Schmerzen, Stimmung, Appetit, Gedächtnis und Immunantwort spielt. Der Einfluss der Cannabinoide auf die Behandlung kann in folgenden Bereichen gesehen werden:

  1. Schmerzlinderung: THC und CBD haben beide schmerzlindernde Eigenschaften, die sie zu einer wirksamen Therapieoption bei chronischen Schmerzen machen. THC wirkt direkt auf die Schmerzrezeptoren, während CBD entzündungshemmend wirkt und so zur Schmerzreduktion beiträgt.
  2. Entzündungshemmung: CBD hat starke entzündungshemmende Eigenschaften, was es bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Morbus Crohn und Multiple Sklerose nützlich macht.
  3. Krampflösung: CBD ist besonders wirksam bei der Reduzierung von Krampfanfällen, was es zu einem wichtigen Bestandteil der Therapie für Patienten mit Epilepsie macht.
  4. Angst- und Stressreduktion: CBD hat anxiolytische Eigenschaften, die es zur Behandlung von Angstzuständen und Stress nützlich machen. THC kann auch angstlösend wirken, jedoch in höheren Dosen auch Angst auslösen.
  5. Neuroprotektion: Cannabinoide haben neuroprotektive Eigenschaften, die sie potenziell nützlich bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose machen.
  6. Appetitstimulation und Antiemetik: THC ist bekannt für seine appetitstimulierenden und antiemetischen Eigenschaften, was besonders nützlich für Patienten ist, die an Übelkeit und Appetitverlust aufgrund von Chemotherapie oder anderen Behandlungen leiden.

Neue Ansätze zur Nutzung von Cannabidiol (CBD)

Die Erforschung und Anwendung von CBD in der Medizin entwickelt sich stetig weiter. Neue Ansätze zur Nutzung von CBD umfassen:

  • Mikrodosierung: Die Praxis der Mikrodosierung von CBD zur kontinuierlichen, gering dosierten Anwendung zielt darauf ab, die therapeutischen Vorteile von CBD zu maximieren und Nebenwirkungen zu minimieren. Dies kann besonders nützlich bei der Behandlung von Angst, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen sein.
  • Transdermale Anwendungen: CBD wird in Form von Pflastern, Cremes und Salben entwickelt, die direkt auf die Haut aufgetragen werden. Diese Methode ermöglicht eine gezielte Behandlung von lokalen Schmerzen und Entzündungen und bietet eine Alternative zur oralen Einnahme.
  • Nanotechnologie: Durch die Anwendung von Nanotechnologie kann die Bioverfügbarkeit von CBD verbessert werden. Nano-CBD-Produkte ermöglichen eine schnellere und effektivere Absorption, was zu einer besseren Wirksamkeit bei geringeren Dosen führen kann.
  • Kombinationstherapien: CBD wird zunehmend in Kombination mit anderen Therapien untersucht. Dazu gehören Kombinationen mit anderen Cannabinoiden (wie THC) oder mit konventionellen Medikamenten zur Verstärkung der therapeutischen Wirkung und zur Reduzierung von Nebenwirkungen.
  • Psychoaktive Modulation: CBD wird auch als Modulator für die psychoaktiven Effekte von THC verwendet. Durch die Kombination von CBD mit THC können die unerwünschten psychoaktiven Effekte von THC abgeschwächt und gleichzeitig die therapeutischen Vorteile beider Cannabinoide genutzt werden.
  • Neue Darreichungsformen: Es werden ständig neue Darreichungsformen entwickelt, wie wasserlösliche CBD-Formulierungen, die die Absorption im Körper verbessern und vielseitigere Anwendungsmöglichkeiten bieten.

Diese neuen Ansätze erweitern die Möglichkeiten der medizinischen Anwendung von CBD und tragen dazu bei, dass immer mehr Patienten von den potenziellen therapeutischen Vorteilen profitieren können.


Was sind die potenziellen Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis?


Damit die Therapie nachhaltig funktionieren kann, müssen Sie auch über ihre Risiken und Nebenwirkungen Bescheid wissen.

Risiken und Nebenwirkungen bei der Therapie mit Cannabis

Die Therapie mit medizinischem Cannabis kann verschiedene Nebenwirkungen hervorrufen, die von der Dosis, der Darreichungsform und der individuellen Reaktion des Patienten abhängen:

  • Psychoaktive Effekte: THC kann psychoaktive Wirkungen wie Schwindel, Euphorie, Paranoia und Angstzustände verursachen.
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme und verminderte Reaktionsfähigkeit können auftreten.
  • Kreislaufprobleme: Niedriger Blutdruck, Schwindel und Tachykardie sind mögliche Nebenwirkungen.
  • Gastrointestinale Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen und Appetitveränderungen können vorkommen.
  • Müdigkeit und Sedierung: Vor allem bei höheren Dosen können Schläfrigkeit und Müdigkeit auftreten.
  • Mundtrockenheit und Augenrötung: Diese sind häufige und meist harmlose Nebenwirkungen.

Umgang mit schwerwiegenden Nebenwirkungen von Cannabis

Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten, aber sie erfordern eine umgehende ärztliche Behandlung:

  • Panikattacken und schwere Angstzustände: In solchen Fällen sollte der Patient in einer ruhigen Umgebung beruhigt werden, und es kann eine medizinische Intervention erforderlich sein.
  • Psychotische Symptome: Bei Auftreten von Halluzinationen oder Wahnvorstellungen sollte der Konsum sofort eingestellt und ein Arzt konsultiert werden.
  • Herz-Kreislauf-Komplikationen: Bei starkem Schwindel, Brustschmerzen oder anhaltender Tachykardie sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
  • Überdosierung: Bei Verdacht auf eine Überdosierung, insbesondere wenn Symptome wie starker Schwindel, Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen auftreten, ist eine sofortige ärztliche Überwachung notwendig.

Regelmäßige Nachsorgetermine und eine enge Kommunikation mit dem behandelnden Arzt sind entscheidend, um Nebenwirkungen zu überwachen und die Therapie gegebenenfalls anzupassen.


FAQ zum Thema Cannabis Arzt


Im Folgenden finden Sie Antworten auf weitere Fragen zum Thema.

Was versteht man unter der Therapie mit medizinischem Cannabis?

Die Therapie mit medizinischem Cannabis bezeichnet die Verwendung von cannabinoidhaltigen Arzneimitteln zur Behandlung bestimmter Krankheiten und Symptome.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Ärztin Cannabis auf Rezept verschreiben kann?

Die Ärztin muss eine ärztliche Stellungnahme abgeben und die entsprechende Qualifikation sowie Kenntnisse im Bereich der Cannabis-Therapie nachweisen.

Welche Krankheiten können mit medizinischem Cannabis behandelt werden?

Medizinisches Cannabis kann zur Behandlung von verschiedenen Erkrankungen wie chronischen Schmerzen, Spastiken, Übelkeit und Appetitlosigkeit eingesetzt werden.

Darf ein Arzt in Deutschland medizinisches Cannabis verschreiben?

Ja, Ärzte in Deutschland dürfen medizinisches Cannabis verschreiben, wenn eine medizinische Indikation vorliegt und andere Therapien erfolglos waren.

Welche Vorteile bietet die Verschreibung von Cannabis für medizinische Zwecke?

Die Verschreibung von Cannabis kann eine spürbare positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome haben und somit die Lebensqualität von Patienten verbessern.

Wo können Patienten medizinisches Cannabis in der Apotheke beziehen?

Patienten können medizinisches Cannabis in Apotheken beziehen, die für den Verkauf von Cannabis als Arzneimittel zugelassen sind.

Warum ist die Verordnung von medizinischem Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert?

Die Teil-Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke in Deutschland erfolgte aufgrund zahlreicher Studien, die eine positive Wirkung bei bestimmten Erkrankungen belegten.






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